Mehr zu Demokratie auf Super8

Demokratie auf Super8

Die individuelle Wahrnehmung der Gesellschaftsstruktur ist von persönlichen Erfahrungen geprägt.
So werden Prinzipien demokratischen Handelns, wie Selbstbestimmung, Gleichheit, Individualität, Gemeinschaft,
Freiheit, Verantwortung oder Gerechtigkeit verschieden interpretiert.
Diese unterschiedliche Sichtweisen werden in diesem Projekt filmisch umgesetzt. Dabei werden gerade altersspezifische
Besonderheiten, lebenslanges Lernen und ein generationsübergreifender Erfahrungsaustausch in
den Fokus gestellt.

Ein Team von Künstlern und Filmemachern bietet Workshops an, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ermutigt werden, ihre Interpretation von demokratischen Prinzipien zu erforschen.
Der erste Teil der Workshops beinhaltet künstlerische Herangehensweisen, um sich mit der Thematik vertraut
zu machen. Die altersgemischte Gruppen sammeln hier im Austausch Wünsche und Inspirationen.

Der zweite Teil ist ein Workshop über Film und Kameratechnik, in dem die Teilnehmer an die Technik des Super8 Filmens herangeführt werden. Jeder Teilnehmer hat eine Rolle Film zur Verfügung, das sind 2,5 Minuten Filmmaterial, um ein Prinzip demokratischen Handelns zu erfassen.
Um den Zugang zu den Prinzipien zu erleichtern, erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam Aufgaben, die selbst und
kulturreflexive Elemente beinhalten.

Ein mögliches Beispiel einer Aufgabe für das demokratische Prinzip Freiheit könnte lauten:
Filme eine Situation in deinem Alltag, eine Entscheidung, eine Handlung oder Botschaft für Freiheit!
oder Filme Handlungsprinzipien, Symbole oder Bilder von Demokratie
Bewusst wählen wir ein fast schon antiquiertes Medium mit echtem Filmmaterial, das nur nach bestimmten
Regeln verarbeitet werden kann.

Der Umgang mit Super 8 Film erfordert ein besonders hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit im
Vergleich zu heute gängigen digitalen Medien. Limitiertes Bildmaterial verlangt klare Entscheidungen in der
Planung, um eine in sich stimmige Aussage zum gewählten Thema zu treffen.
Dem individuellen Ausdruck sind durch die Technik selbst, als auch durch das selbstgewählte demokratische
Prinzip Grenzen vorgegeben, die einen kreativen Umgang fordern.
Spannend bleibt, in wie weit im einzelnen Beitrag die Grenzen des Erzählens oder die des Dokumentierens
durch Fiktionalisieren ausgelotet werden.

Der Fokus des Projekts richtet sich auf Strukturen, die unsere Gesellschaft prägen. Aus diesem Grund laden wir Teilnehmer unterschiedlichen Alters und mit vielfältigem sozialen und kulturellem Hintergrund ein.
In Zusammenarbeit mit der LandesschülerInnenvereinigung Bayern werden viele Jugendliche angesprochen,
die gemeinsam mit Lehrern, Künstlern und interessierten Laien an der filmischen Umsetzung mitwirken.

Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung gezeigt. Teile des entstandenen Filmmaterials werden in die Gesamtdokumentation des Films über demokratische und selbstbestimmte Bildung, Doing Nothing All Day, integriert. Partizipation bleibt hier kein abstrakter Wert, sondern wird als Grundbaustein demokratischen Handelns von Anfang an umgesetzt.

Konzeption:
Margarete Hentze Künstlerin, Kunstpädagogin, Produzentin u. Regisseurin des Dokumentarfilms
Christiane Huber Künstlerin und Dozentin für Improvisationstechniken
Sanne Kurz Filmemacherin und Dozentin an der Hochschule für Film u. Fernsehen München
und die LandesschülerInnenvertretung LSV

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